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St. Georgen-Kirche

St. Georgen-Kirche

Die St. Georgen-Kirche in Wismar

Ein Spaziergang durch sieben Jahrhunderte Geschichte

Die St. Georgen-Kirche in Wismar trägt einen sanft durch Ihre sieben Jahrhunderte spannnender und eindrücklicher Geschichte. Ausgangspunkt ist eine bescheidene Hallenkirche, die breits um 1269 entstanden  ist. Schon im 14. Jahrhundert wird aus dem ursprünglichen Gebäude eine kraftvolle dreischiffige Basilika mit Chor und Querhaus. Aus dem späten Mittelalter stammt ein weiterer entschlossener Erweiterungsschritt. Ein breiterer Chor entstand, die Obergadenfenster mussten dadurch teilweise vermauert werden, was damals ein architektonisches Kalkül war, das Funktion und Ästhetik meisterhaft verbunden hat. Dies hat den Bau zugänglich und noch außergewöhnlicher gemacht. Ein vollständiger Turm wurde zu keinem Zeitpunkt umgesetzt, sein Stumpf endet bewusst auf Höhe des Mittelschiffs.

Der Innenraum der St. Georgen Kirche überrascht mit einer nüchternen, kraftvollen Schönheit. Achteckige Pfeiler, die kaum geschmückt sind tragen das Gewölbe. Nur die zarte Köpfe an den Konsolen verleihen Ihr eine zarte Persönlichkeit. Der teils vermauerte Obergaden lässt ein spannungsvolles Lichtspiel entstehen, das Ruhe und Erhabenheit ausstrahlt. Die Dimensionen des Raums sind gewaltig: etwa 35 Meter Gewölbehöhe, 78 Meter Länge, 44 Meter Breite und 57 Meter im Querschiff.

Zerstörung und Wiederaufbau der beeindruckenden Kirche

Nachdem das Bauwerk viele Jahrzehnte voller Prach und Glanz das Stadtbild prägte, verwandelte 1945 ein verheerender Luftangriff der Briten die Kirche in eine Ruine: Dach, Gewölbe und Turm wurden vollständig zerstört, der Innenraum brannte nahezu vollständig aus.
Über die Jahrzehnte verfiel das einst bauliche Meisterwerk, stumm und verloren – bis ein Orkan am 25. Januar 1990 auch noch den Giebel des Nordquerhauses abreißt.

Dieses Ereignis löste eine schicksalsreiche Wende aus: Statt dem erwarteten Abriss erfolgte ein Wiederaufbau, getragen von den Bürgern, der Kirche, der Denkmalpflege und vielen weiteren Förderern. Rund 43 Millionen Euro, darunter 15 Millionen aus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, flossen in dieses großartige Projekt. Bis etwa 2010 war das Kirchengebäude wiederhergestellt. 2014 eröffnete dann schließlich auch noch die Aussichtsplattform auf dem Turmstumpf – ein unglaublicher Triumph, der nur aufgrund des EInsatzes von vielen Menschen zustande kam.

Heute ist die St. Georgen Kirche lebendig und mitten im Geschehen der Stadt: Konzerte, Führungen, Gottesdienste bringen Raum und Zeit zusammen – Vergangenheit und Gegenwart in Dialog. Die Plattform gewährt sowohl räumliche wie historische Perspektive und Sie ist Symbol dafür, wie eine jahrhundertealte Kirchenruine durch Zusammenhalt zur lebendigen Kulturkirche und Aussichtsbühne der Stadt wurde.

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:11_Wismar_St_Georgen_016.jpg

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